Hier schreibe ich über meine persönliche Entwicklung, insbesondere geht es um die Protokollierung meines Weges gegen chronische Angst und Schuldgefühle.
Der Hintergrund: ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der wir Kinder nicht erzogen sonder aufgezogen wurden in ähnlichem Sinne wie man Nutztiere hält. Oberste Gebot war "Brav sein" , d.h. Gehorsam, still verhalten, solange man nicht gebraucht wird. Obendrein war mein Verhalten für meinen jähzornigen Vater eigentlich immer falsch, d.h. war ein Verhalten "böse", konnte leicht dessen Gegenteil ebenso mit diesem Attribut belegt sein. Meine allgemeine Strategie dagegen war Rückzug, Schweigen (Bravo!, Kind macht keinen Lärm und bewegt sich nicht)und chronische Schuldgefühle; klar, wenn im Grunde alles falsch ist, was bleibt einem noch übrig, als sich möglichst tief in eine Höhle zu verkriechen?! Ich habe jahrzehntelang gekämpft, alle Arten von Therapien und was weiss ich alles gemacht und unternommen - und bin immer mehr oder weniger gegen eine unsichtbare Wand gelaufen. Der Lebenserfolg war entsprechend bescheiden. Bis ich vor etwa einem Jahr meinen ganz persönlichen Dreh gefunden hab, wie ich mich aus meinem Loch herausarbeiten kann. Das ist der Hintergrund und in diesem Blog schreibe ich über meine Aktionen zur Überwindung meiner Ängste und Schuldgefühle. In erster Linie geht es also um Praxis und dort wo nötig um meinen Bezugsrahmen. Es werden sich sicherlich ein paar Leser finden, die sich angesprochen fühlen und die möchte ich ermutigen, andere mögen meine Einfälle originell finden, sie stammen sicher nicht
aus einem Psycho-Lehrbuch.
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