Dienstag, 29. September 2009

Der magische Blick und der nächste Schritt: körperliche Annäherung

heute stand ich wieder ne gute Stunde auf einem meiner Stammplätze für meine Augenkontakt-Übung; nach einer guten Weile schlenderte eine junge blonde Lady, Südländerin (Spanien oder Südamerika, vermute ich) schräg vor mir über den Platz, mit einem tollen Hinternwackeln. Da sie sich von mir wegbewegte, könnte ich erst als sie sich in ner Entfernung von ca 20 bis 25 m von mir langsam drehte, an Aufnahme von Blickkontakt mit ihr denken. Tat ich sofort, auf diese Entfernung ist das für mich natürlich überhaupt kein Problem ( je weiter weg, desto geringer meine Angst, logo),
sie schien dennoch ziemlich schnell mitzukriegen, verschwand einmal um den Kiosk rum, der in ihrer Nähe stand und kam dann wieder in grossem Bogen langsam in meine Richtung, wobei sie mehrfach zwischen Passanten verschwand. Ich behielt sie die ganze Zeit im Auge, damit ihr auch ja mein Interesse klar war; sie schaute auch mehrfach kurz in meine Richtung, um schlussendlich hinter meinem Rücken am Treppenabgang stehen
zu bleiben. Auch hier war mir klar, jetzt ist der Zeitpunkt sie anzusprechen, oder sie wird das Interesse an Dir wieder verlieren. Machte ich natürlich nicht, weil viel zu aufgeregt. Immerhin habe ich die Ausrede, dass ich einen systematischen Weg verfolge bei meinen Übungen, um meine Angst und mein schlechtes Gewissen abzubauen, und ich noch lange nicht soweit bin, um eine Frau locker ansprechen zu können, und dabei vor allem nicht verkrampft übers Wetter etc reden zu müssen , weil mir vor Nervosität nix einfällt.

Daher nächste Stufe meiner Angstbewältigung: körperliche Annäherung an attraktive Mädels. Bisher habe ich in der Öffentlichkeit, wenn ich die Wahl hatte, in der Nähe einer attraktiven Frau zu sein oder möglichst weit von ihr entfernt, grundsätzlich letztere Möglichkeit gewählt. Zb. in Bahn, Bus, U-Bahn oder Haltesstellen usw.
Jetzt, so habe ich mir vorgenommen suche ich mir aufm Bahnsteig oder in der U-/S-Bahn, Tram etc immer die für mich attraktivste aus und begeb mich in der Nähe; im allerersten Ansatz verlange ich dabei von mir lediglich, die Nähe mindestens 5 min auszuhalten und dabei innerlich ruhiger zu werden.
In den letzten Tagen ist mir das auch bereits mehrfach ganz gut gelungen, auch wenn ich öfters mit mir haderte und mir vorwarf, zu feige zu sein, und Chancen nicht zu nutzen. Ich bin nicht übermässig nervös, wenn ich das tue, d.h. falls ich das tue, und mein innerer Schweinhund mir das Vorhaben nicht ausredet. Aber merkwürdig fühlt es sich schon an, vor allem , weil eine innere Stimme mir dabei ständig sagt, ich hätte kein Recht dazu, ich hätte das Problem spätestens als Teenager lösen sollen; jetzt sei ich "aus dem Alter raus, wo man sowas macht" etc. Andererseits: so ist nun mal mein ganz individuelles Leben, warum soll ich mir von gesellschaftlichen Normen, die in meinem Kopf rumspuken, mein Glück, oder besser gesagt, mein Unglück diktieren lassen?! Da muss ich auch durch - ein mühsamer Kampf, wie so oft.

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